Ich übernachte bei Personen Zuhause, um sie am Morgen

unmittelbar nach dem Aufstehen zu fotografieren. Dabei ist es mir

wichtig, dass diese Menschen die Kleider tragen, in denen sie

täglich zu Bett gehen. Am Vorabend bereite ich das Licht und die

Kameraposition vor, um so wenig Zeit wie möglich zwischen dem

Aufwachen und dem Fotografieren vergehen zu lassen.


Der Schlaf ist der einzige Zustand, in dem sich die Menschen nur

mit sich selbst beschäftigen. Wie sehen Menschen nach dem

Schlaf aus, wenn sie sich noch nicht für ihre Mitmenschen zurecht

gemacht haben, wenn sie ihre bequemsten Kleider tragen und

wenn sie sich selbst am nächsten sind? Es sind diese intimen

Momente der Menschen, die mich interessieren.